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CSD und Alkohol: Feiern ohne Druck

CSDs sind politische Demonstrationen und große Feste zugleich, mit viel Alkohol im Umfeld. Ein paar Gedanken zu Gruppendruck, Awareness-Teams und dazu, wie ein CSD auch nüchtern Spaß machen kann.

Von Queer-Guide-Redaktion2 Min. Lesezeit

Ein CSD ist zuerst eine politische Demonstration für Gleichstellung, an vielen Orten mit anschließendem Straßenfest. Bei diesem Fest gehört Alkohol für viele wie selbstverständlich dazu, an Ständen, in Bars und auf Partys drumherum. Das ist für manche kein Problem, für andere schon, sei es wegen der eigenen Gesundheit, wegen einer Suchtgeschichte oder einfach, weil sie lieber nüchtern bleiben möchten.

Gruppendruck erkennen

Gerade in großer, ausgelassener Runde kann der Druck entstehen, mitzutrinken, um dazuzugehören. Ein „Nein danke“ oder „Ich fahre heute nüchtern mit“ braucht keine weitere Begründung. Wer eine Erklärung möchte, dem reicht meist ein knapper Satz, ein ausführliches Rechtfertigen bist du niemandem schuldig.

Awareness-Teams nutzen

Viele CSDs und die Partys drumherum haben inzwischen eigene Awareness-Teams, erkennbar an Westen oder Schildern. Sie helfen bei Übergriffen, bei Personen, die erkennbar zu viel getrunken haben und Hilfe brauchen, oder einfach, wenn dir eine Situation unangenehm wird. Schau vorab, ob die Veranstaltung in deiner Stadt ein solches Team hat, und wo du es im Notfall findest.

Nüchtern feiern

An vielen CSD-Wochenenden gibt es inzwischen auch alkoholfreie Angebote, von Kaffee- und Tee-Ständen bis zu eigenen Sober-Treffen am Rande der Feierlichkeiten. Frag beim Veranstalter deines lokalen CSD nach, ob es solche Angebote gibt, oder schlag sie über das Formular Eintrag vorschlagen für dein Angebot vor, falls du selbst eines kennst.

Wenn Alkohol grundsätzlich zum Problem wird

Merkst du bei dir selbst oder bei jemandem, den du gern hast, dass Alkohol öfter zum Problem wird, nicht nur an einem Wochenende: Sucht- und Drogenberatungsstellen helfen unabhängig vom CSD das ganze Jahr über weiter. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung bietet einen anonymen Selbsttest und vermittelt an Beratungsstellen in deiner Region.

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