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Queere Beratungsstellen in Deutschland

Beratungsstellen helfen bei Coming-out, Diskriminierung, Gewalt und vielen anderen Fragen, kostenlos und vertraulich. Hier findest du Beratung in deiner Nähe.

Regenbogen-Zebrastreifen auf einer Straße
Foto: Reinhard Dietrich (Wikimedia Commons), CC BY 4.0

Wobei hilft dir eine queere Beratungsstelle?

Die Themen sind breit: Du kannst über dein Coming-out sprechen, über Konflikte in Familie, Schule oder Arbeit, über Diskriminierung und Gewalterfahrungen, über Beziehungen, Identität und psychische Belastung. Manche Stellen sind auf bestimmte Gruppen spezialisiert, etwa auf Jugendliche, trans* und inter* Menschen, ältere queere Menschen oder Geflüchtete.

Du musst kein großes Problem mitbringen. Auch wenn du einfach jemanden zum Reden suchst, bist du richtig.

Kostenlos, vertraulich, auf Wunsch anonym

Die meisten Beratungsstellen arbeiten kostenfrei. Die Fachkräfte unterliegen der Schweigepflicht, ohne dein Einverständnis erfährt niemand, was du erzählt hast. Viele bieten Beratung persönlich, per Telefon, per E-Mail oder per Videogespräch an, oft auch anonym.

Wenn du dich diskriminiert fühlst, kann eine Beratung dir helfen, deine Möglichkeiten einzuordnen. Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz schützt zum Beispiel im Job und bei vielen Alltagsgeschäften auch vor Benachteiligung wegen der sexuellen Identität. Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes und lokale Antidiskriminierungsberatungen unterstützen dabei.

So kommst du zum Termin

Schau im Eintrag nach Sprechzeiten und Kontaktwegen. Viele Stellen vergeben Termine per E-Mail oder Telefon, manche haben eine offene Sprechstunde. Wenn es dir schwerfällt, Kontakt aufzunehmen, reicht ein kurzer Satz, zum Beispiel: Ich möchte gern einen Termin zur Beratung.

In einer akuten Krise erreichst du rund um die Uhr die Telefonseelsorge unter 0800 111 0 111, kostenlos. Bei unmittelbarer Gefahr wähle den Notruf 112 oder 110. Für Austausch mit Gleichgesinnten findest du außerdem Selbsthilfegruppen und Treffs.

Häufige Fragen: Queere Beratungsstellen

Was kostet eine Beratung?

In der Regel nichts. Queere Beratungsstellen werden meist von Städten, Ländern oder Vereinen getragen und beraten kostenfrei.

Bleibt das Gespräch wirklich vertraulich?

Ja. Beratende sind zur Verschwiegenheit verpflichtet. Ohne dein Einverständnis geben sie keine Informationen weiter, auch nicht an Familie oder Schule.

Kann ich auch anonym oder online Beratung bekommen?

Viele Stellen bieten Beratung per Telefon, E-Mail, Chat oder Video an, oft auch ohne Namen. Wie das geht, steht im jeweiligen Eintrag oder auf der Website der Beratungsstelle.

Ich finde keine Beratungsstelle in meiner Nähe. Was jetzt?

Erweitere den Umkreis in der Suche oder wähle eine Online-Beratung. Viele Stellen beraten Menschen aus der ganzen Region. Wenn dir ein Angebot fehlt, melde es über Mitmachen.

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